Technische Daten:

 

Triebwerk:

 

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D-EADP

Piaggio 149 D 

Die D-EADP ist eine Piaggio 149D, gebaut 1958 bei Focke-Wulf in Bremen mit der Werknummer 009. Sie diente lange als Anfangstrainer in der Pilotenschulung der Bundeswehr. Anschließend erhielt sie die zivile Registrierung und wurde der Sportfluggruppe in Oldenburg zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile ist sie mit erhöhtem Lärmschutz ausgestattet und dient als zuverlässige, viersitzige Maschine für viele Auslandstouren. Die D-EADP ist das zweitälteste noch fliegende Exemplar dieses Typs. Die „Piggi“ (gesprochen Pidschi) – so wird dieser Flugzeugtyp fliegerintern liebevoll genannt – hat einen 6-Zylinder-Boxer-Motor, der bei der höchsten Drehzahl von 3400U/min ca. 270 PS leistete. Durch den erhöhten Lärmschutz ist diese Leistungsspitze leicht reduziert. In der Reiseflugkonfiguration wird sie mit 2750 U/min geflogen, dann ist sie knapp 110 Knoten schnell. Die Spannweite beträgt 11,12 m, die Länge 8,78 m und die Höhe 3,00 m. Neben vier Personen passt auch noch reichlich Gepäck rein, somit ist die Piggi die ideale Reisemaschine. Sie ist sie aber auch sehr wendig, so dass man jede Menge Flugspaß hat.

Die jetzige D-EUTO wurde 1939 mit der Seriennummer 2115 produziert und in der Schweiz als HB-UTO zugelassen. Zwischen 1945 und 1947 flog der Student – damals eingesetzt von der Firma Dornier in Altenrhein am Bodensee – sogar mit Schwimmern. Nach einigen weiteren Schweizer Stationen wurde er 1969 nach Deutschland verkauft, wo er kurzzeitig als D-EFTO registriert worden ist. Obgleich der damals schon historische Tourer lediglich 500 Stunden in der Luft war, entscheid der neue Eigentümer, seine Maschine zu konservieren und einzulagern.

Erst kurz vor der Jahrtausendwende begann er mit der Restauration seines Student. Die Zelle wurde durch den Fachbetrieb Eichelsdörfer in Bamberg von Grund auf restauriert und befindet sich jetzt in einem Zustand besser als neu. Der ehemalige Eigentümer legte bei der Restauration größten Wert auf historische Authentizität, was das Flugzeug umso wertvoller macht. Der seltene Walter Mikron II Motor – es handelt sich um den damaligen Originalmotor des Student – wurde vom Eigentümer selbst restauriert.