Dornier Do27 "D-EKFG"

Markus Do

Die Dornier Do27 war das erste in Serie gebaute Flugzeug nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland.

Seine Kurzstart- und Landeeigenschaften machten es legendär. Die Berühmteste ihrer Art war die Zebra lackierte D-ENTE des Tierforschers Prof Grzimek. Sie wurde zur Tierbeobachtung in der Serengeti eingesetzt und durch den Oskar ausgezeichneten Film "Serengeti darf nicht sterben" weltberühmt. Die Do27 mit der Werknummer 471 wurde mit der Kennung  KD+129 von Dornier erprobt und dann an das Lufttransportgeschwader 61 nach Penzig überstellt. Dort wurde sie als GA+374 für Verbindungsaufgaben eingesetzt, bevor sie als XB+901 zum Lehr und Versuchsschwarm G91 der Waffenschule der Luftwaffe 50 nach Fürstenfeldbruck überstellt wurde. Mit ihr wurden Landungen auf Wiesen, Strassen und Autobahnen erprobt um diese für die  Eignung eines Flugbetrieb mit dem Düsenjäger Fiat G91 zu testen. Später flog sie dort als 57+40, bevor sie 1970 an einen Privatmann verkauft und als D-EKFG zugelassen wurde. Den gößten Anteil ihres Zivillebens verbrachte sie als Absetzflugzeug bei Skydive Kiel. 2013 gelangte sie als Ersatzteilspender nach Itzehoe und 2015 drohte die Verschrottung.
Zusammen mit dem ex Besitzer, Do27 Fachleuten und Mitgliedern von Quax wurde sie im Sommer 2015 wieder flugtauglich gemacht und nach Paderborn überführt.
Nun soll sie wieder komplett zugelassen werden, bis zur  60 Jahre Do27 Feier, im Jahr 2016, weiter betrieben werden, bevor sie zerlegt und komplett restauriert wird.


Sie wird neben der Quax eigenen Do somit die zweite Do27 in Paderborn sein.

 

Technische Daten Do27 A4
Sitze: 1+5
Spannweite: 12 m
Länge: 9,60 m
Höhe: 3,50 m
Flügelfläche: 19,40 m²
Leermasse: 1100 kg
maximale Startmasse: 1850 kg

Triebwerk: ein Lycoming GO480 B1A6, 6 Zylinder Boxermotor mit 275PS
Höchstgeschwindigkeit: 180kts
Reisegeschwindigkeit: 100kts
Mindestgeschwindigkeit 22kts
Reichweite: 800 km
Dienstgipfelhöhe: 3500 m
D-EKFG:
Baujahr: 1960
Werknummer: 471